Mal ganz ehrlich: Haben Sie Ihre Einkommensteuererklärung schon fertig? Haben Sie auch die Anlage N ausgefüllt? Dann wissen Sie, worüber wir hier sprechen.

Im Beleg sehen wir Buchungen "per Soll an Haben". Das ist die buchhalterische Sicht des betreffenden Falls, wie ihn die Lebensakte darstellt. So wollen wir den Fall aber nicht erfassen und in das Verfahren "einspeisen". Komfortabler wäre es näm­lich, wenn wir

  • den Fall in "inhaltlicher" statt in "buchhalterischer" Form mel­den und
  • in einer solchen Meldung auch die (voraussichtliche) zu­künf­ti­ge Ent­wick­lung beschreiben

könnten.

Ein Beispiel:

Wir wollen die Nutzungsdauer eines Verwaltungsgebäudes von 50 auf 70 Jahre ändern.

Um einen solchen Fall im Gesamtabschluss zu berücksich­tigen, genügen zwei Meldungen: eine Herausrechnung (50 Jahre) und eine Hinzurechnung (70 Jahre). Diese enthalten 

  • die Information, dass es sich um eine Anlagen-Hinzu- oder -Herausrechnung handelt,
  • den Aktivierungsbetrag,
  • den Aktivierungszeitpunkt,
  • die bisher aufgelaufene Abschreibung,
  • die Nutzungsdauer,
  • die betroffenen Bestands-, Aktivierungs- und AfA-Konten.

Darüber hinaus interessiert uns vielleicht noch ein freund­licher Hinweis, um welches Anlagegut es überhaupt geht.

Für eine solche Meldung nutzen wir einen Meldebogen. Hierbei handelt es sich um ein "maßgeschneidertes" Formular (ganz wie die Steuererklärung, Anlage N), in dem wir den Fall in "in­halt­lich­er Form" darstellen.

Übrigens würden wir in unserem Beispiel typischerweise nicht nur ein einziges Anlagegut, sondern vielmehr eine ganze Liste von Anlagegütern (oder auch "Anlagegut-Gruppen") aufführen, die ebenfalls aus dem Gesamtabschluss herausgerechnet (bzw. diesem hinzugerechnet) werden müssen.

 

 

Den Meldebogen füllen wir gewissenhaft aus (natürlich nicht in Papierform, sondern beispielsweise als Excel-Datei) und "hef­ten" ihn dem Beleg (bzw. einem seiner Teilbelege) im Jahr n an. Die Meldung gilt dann auch für das Jahr n+1, n+2 usw. so lange, bis sie durch eine neue Meldung ersetzt wird (weil bei­spiels­weise ein Anlagenzu- oder -Abgang zu berück­sichtigen ist).

 

Kleines ABC der Konsolidierungslösung
Doppik al dente!®
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