Wir haben schon ein paar Beispiele kennen gelernt, in denen eine Buchung nicht nur im Jahr ihrer Entstehung, sondern auch in der Folge über viele Jahre hinweg Auswirkungen auf den Gesamtabschluss hat.

Ein Beispiel war das von der IT-Dienstleistungs-GmbH ent­wickelte Computer-Programm, das sie als "selbst geschaf­fenes immaterielles Wirtschaftsgut" aktiviert hat (was uns für den Gesamtabschluss aber verboten ist).

 

 

Einen solchen Fall möchten wir über die Jahre hinweg "im Überblick" haben:

  • Im Jahr n wird die Aktivierung des Betriebs ("Anlage­konto an Ertrag") zurückgesetzt.
  • In den folgenden Jahren wird die im Betriebs-Jahres­ab­schluss enthaltene Abschreibung ("Aufwand an Anlage-konto") ebenfalls eliminiert.
  • Darüber hinaus interessieren wir uns möglicherweise auch für die jährliche Entwicklung unseres "negativen Anlage-kontos" (um diese vielleicht mit der betrieb­lichen Anlagen­buch­führung abzugleichen).

Dies alles erreichen wir auf einfache Weise: Wir führen unseren im Jahr n entstandenen Beleg in den Folgejahren fort. In der Jahresübersicht des Belegs sehen wir dann beispielsweise

  • die in den einzelnen Jahren entstandenen Hinzu­rechnungen,
  • die in den einzelnen Jahren entstandenen Her­aus­rech­nungen sowie
  • den jährlichen Saldo der im Beleg bebuchten Konten.

Unser Beleg bleibt (mindestens) so lange bestehen, bis sich der Fall nach einer Reihe von Jahren "aufgelöst" hat. Dies können wir übrigens gut daran erkennen, dass alle im Beleg bebuchten Bilanzkonten einen Null-Saldo aufweisen. Dann können wir den Beleg "abschließen".

 

Das Prinzip des Meldebogens >>